Wie es auch bei euch mit dem vermehren der Amaryllis klappt

In meinem letzten Beitrag ging es um die Amaryllis (lest hier wie ihr sie richtig Pflegt). Hier und heute geht es auch um diese Blume, aber eher darum, wie man sie vermehren kann.

2 verschiedene Methoden, um eure Amaryllis zu vermehren

Es gibt 2 verschiedene Methoden, die Amaryllis zu vermehren. Bei der einen Methode bildet die Amaryllis Brutzwiebeln und bei der anderen bestäubt sie sich selbst und bildet Samen. Beide Methoden sind im Prinzip ganz einfach.

Die Vermehrung durch Samen

Wie ich euch in meinem letzten Beitrag ja erzählt habe, kam es bei mir plötzlich zu einer Überraschung. Diese Überraschung waren neue Samen. Da sich die Amaryllis selber befruchten kann, geht das ganz schnell.

Ich habe meine Pflanze täglich gedreht, damit sich der Blütenstiel nicht zu sehr neigt und genau das war der Zeitpunkt, wo sich die Amaryllis selbst befruchtet hat.

Denn durch diese kleinen Erschütterungen, haben sich die Pollen gelöst und sich auf eine andere Blüte gelegt. Dieses Verfahren könnt ihr allerdings auch von Hand machen.

Dazu nehmt ihr einen kleine Pinsel und benetzt ihn mit Pollen und bestäubt damit eine andere Blüte. Wenn ihr jetzt sogar zufällig zwei verschieden Pflanzen habt, könnt ihr diese auch mischen und am Ende gibt es dann eine spannende neue Sorte.

Als meine Pflanze dann ausgeblüht hatte, hab ich nicht schlecht geguckt, denn sie hatte aufeinmal eine schwarze Hülle an einem Blütenstiel.

Zuerst hab ich gedacht, dass sie krank ist. Doch dann kam mir der Gedanke, dass es ja auch Samen sein könnten. Ich habe mich also informiert und tada, es war der richtige Gedanke.

Wenn sich bei euch dann auch diese schwarzen Hülle gebildet hat, nachdem eure Pflanze ausgeblüht hat, heißt es erstmal warten und vor allem, schneidet den Blütenstiel nicht ab. Denn in dieser Hülle sind eure Samen. Diese Kapsel muss dann 4- 6 Woche reifen.

Nach diesen langen Wochen, öffnet sie sich dann ganz von allein und man kann die Samen schon erahnen. Dann könnt ihr mit dem Säen eurer Samen anfangen.

Dieses solltet ihr ziemlich schnell machen, denn die Samen verlieren schnell ihre Keimfähigkeit. Ich war ganz überrascht wie viel Samen in so einer kleinen Kapsel doch sein können.

Ich habe mich dann dazu entschlossen es mal mit 9 Samen zu probieren. Die anderen Samen habe ich verschenkt. Als ich diese 9 Samen gepflanzt habe, habe ich allerdings nicht damit gerechnet, dass alle was werden.

Hier seht ihr, wie sich ein neues Blatt bildet

So klappt es mit dem Aussäen eurer Samen

Ihr braucht kleine Töpfe, Anzuchterde, Frischhaltefolie oder ein kleines Gewächshaus für drinnen. Dann kann es auch schon losgehen.

 Füllt eure Töpfe mit der Erde. Wenn ihr damit fertig seit, legt ihr einen Samen in den Topf und bedeckt ihn ein bisschen mit Erde. Damit eure Pflänzchen auch gut wachsen, solltet ihr die Erde mit etwas Wasser besprühen.

Nachdem die Erde nun schön feucht ist, solltet ihr euch um die Luftfeuchtigkeit kümmern.. Das könnt ihr entweder mit Frischhaltefolie, einem Gewächshaus, einer Tüte oder Plastikbechern machen. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist wichtig, damit eure Pflanzen bald anfangen zu Keimen.

Ich hatte Plastikbecher und Plastiktüten. Diese könnt ihr dann einfach über die Töpfe stülpen und nicht vergessen einmal täglich, für 1-2h zu lüften, zu lüften. Denn wenn ihr das Lüften vergesst, könnte sich Schimmel bilden.

Eure Töpfe sollten nun warm stehen und Sonne abbekommen. Nun heißt es dann warten und pflegen. Denn die Keimdauer beträgt 2 –  4 Wochen. Wenn eure kleinen Pflänzchen dann ca. 5 cm erreicht haben, könnt ihr die Tüte oder was auch immer ihr genommen habt, entfernen.

Nun pflegt ihr eure Pflänzchen ohne Ruhephase bis zur ersten Blüte durch.

Da kommen wir dann auch zu einem Nachteil, denn bis zur ersten Blüte können mindestens 3 Jahre vergehen.

Meine Nachkömmlinge haben noch nicht geblüht, ich kann euch aber leider auch nicht ganz genau sagen wie alt sie schon sind. Ich schätze so ca. 2 Jahre.

Die Vermehrung durch Brutzwiebeln

Die Vermehrung mit der Brutzwiebel ist deutlich einfacher. Allerdings bildet sie nur eine Brutzwiebel, wenn sie in den Sommermonaten optimal gepflegt wurde.

Das heißt im Sommer braucht sie viel Licht,Wärme, Wasser und Nährstoffe. Ist das alles gegeben, wird eure Amaryllis eine Brutzwiebel bilden. Diese könnt ihr dann einfach vorsichtig nach der Ruhephase abtrennen.

Die neu gewonnene Zwiebel kommt dann in ihren eigenen Topf und wird wie eine normale Amaryllis gepflegt.

Der Vorteil bei dieser Methode ist, dass es hier nicht solange dauert, bis sich eine neue Blüte bildet.

Meine weiteren Erfahrungen mit den Nachkömmlingen

Von meinen Ursprünglichen 9 Pflanzen habe ich einige verschenkt und einige behalten. Mittlerweile habe ich noch 3 Prachtexemplare.

Diese 3 Pflanzen gedeihen prächtig. Wobei ich sagen muss, dass besonders eine sehr gut wächst. Wie ich euch ja bereits gesagt habe, haben sie noch nicht geblüht. Doch darauf warte ich gespannt.

Was mir am Anfang aufgefallen ist, ist das immer ein Blatt eingegangen ist und dann kam erst das nächste. Daher hatten die Pflanzen über einen sehr langen Zeitraum nur ein Blatt.

Manchmal sah es auch so aus als wenn sie eingegangen wären, aber bis jetzt haben sich immer wieder neue Blätter gebildet. Also wundert euch nicht, wenn besonders am Anfang viele Blätter einfach eingehen, eure Pflanze sorgt schon für Nachschub.

Habt ihr eure Amaryllis schonmal vermehrt? Wie habt ihr es gemacht?

Ich freue mich auf eure Kommentare!

Eure BlumenMäus

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